Bankgewerbe

Tarifrunde Banken ohne Ergebnis vertagt

Tarifrunde Banken

Tarifrunde Banken ohne Ergebnis vertagt

Arbeitgeber legen immer noch kein Angebot vor

Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 210.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb heute (1. Juni 2016) in Frankfurt/Main ohne Ergebnis und wurde auf den 28. Juni vertagt. Die Arbeitgeberseite legte auch dieses Mal kein Angebot vor.

„Die Äußerungen der Arbeitgeber deuten darauf hin, dass sie eine Nullrunde durchsetzen wollen“, betont Christoph Meister, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Ein solches Signal an die Beschäftigten sei fatal und wirkt demotivierend: „Die Beschäftigten haben in den letzten Jahren mit einer vergleichsweise zurückhaltenden Gehaltsentwicklung auf der einen Seite und mit einer immer höheren Arbeitsbelastung auf der anderen Seite bereits einen deutlichen Beitrag zur Konsolidierung der Branche geleistet“, stellt Meister klar.

Mit zahlreichen Aktionen hätten die Bankbeschäftigten in den vergangenen Wochen bis zum Verhandlungstag ihre Unterstützung für die ver.di- Forderungen bekräftigt. „Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber ist nicht angemessen für Beschäftigte, die auch in schwierigen Zeiten wertvolle Tätig- keiten ausüben und maßgeblich zu einer Stabilisierung der Branche beitragen“, so der ver.di-Verhandlungsführer weiter. Die ver.di-Tarifkommission werde am Donnerstag (2. Juni 2016) in Frankfurt das weitere Vorgehen beraten.

ver.di fordert 4,9 Prozent mehr Gehalt. Das Ergebnis soll auch für Beschäftigte mit außertariflicher Bezahlung übernommen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di neben einer Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 80 Euro auch eine Übernahmegarantie im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

Commerzbank zg Bei der Commerzbank wurden Flugblätter verteilt, um über den Stand der Tarifverhandlungen und unsere Forderungen zu informieren.